Biografie


1822
Geboren am 20. Juli (getauft am 20. Juli) in Heinzendorf, Nordmähren (damals Schlesien) als Sohn der Bauern Anton und Rosina.

1831-1833
Volksschule in Heinzendorf. Im Herbst 1833 wechselte Mendel an die Piaristenschule in Leipnik.

1834-1840
Gymnasium in Troppau. Mendel verdiente sich seinen Unterhalt durch Nachhilfeunterricht für Mitschüler.

1840-1843
Philosophisches Institut in Olmütz. Mendels Studien umfassten Mathematik, Physik, Philologie, theoretische und praktische Philosophie und Ethik.

1843
Augustiner-Abtei in Alt Brünn. Mendel trat als Novize unter Abt C. F. Napp (1792-1867) ein und nahm den Namen Gregor an. Napp und sein Mitbruder F. M. Klacel (1808-1882) sollen beide großen Einfluss auf Mendels Entwicklung als Wissenschafter gehabt haben.

1845-1848
Philosophisches Institut (Brünn). 1846 schloss Mendel einen Lehrgang in den landwirtschaftlichen Studien des Obst- und Weinbaus ab.

1846
Mendel wird zum Priester geweiht.

1849-1851
Abt Napp berief Mendel aus gesundheitlichen Gründen von seinem Dienst als Pfarr-Seelsorger ab. Er wurde Hilfslehrer am Gymnasium in Znaim und an der Realschule in Brünn.

1851-1853
Universität Wien. Mendel studierte Physik, Mathematik sowie Naturgeschichte und besuchte Kurse in „Experimenteller Physik“ (Christian Doppler, 1803-1853), in „Anatomie und Physiologie der Pflanzen“ (Franz Unger, 1800-1870) und in „Praktische Übungen zur Verwendung des Mikroskops“.

1854
Errichtung des Glashauses im Abteigarten

1854-1868
Realschule, Brünn. Mendel unterrichtete Physik und Naturgeschichte.

1854-1864
Experimentelle Arbeit mit Gartenerbsen (Pisum sativum). Mendel führte im Abteigarten Kreuzungsexperimente mit Pflanzen durch. Zwei Jahre lang wählte er Linien von Pisum sativum mit reinerbigen Merkmalen aus.

1861
Mitbegründer des Naturforschenden Vereins in Brünn.

1862
Mendel liest die deutsche Übersetzung der zweiten Ausgabe (1860) von Darwins „On the Origin of Species“ (Über die Entstehung der Arten) und macht Anmerkungen an den Rändern

1863
Erste Publikation über seine meteorologischen Beobachtungen. Mendel setzte sie bis 1882 fort.

1865
Vorträge mit dem Titel „Versuche über Pflanzenhybriden“ in der Februar- und März-Sitzung des Naturforschenden Vereins in Brünn. 1866 veröffentlichte Mendel diesen Vortrag, eine Arbeit, die ihn zum „Vater der Genetik“ machen sollte. Im gleichen Jahr nahm er seine Korrespondenz mit Carl Nägeli auf (1817-1867).

1868
Mendel folgte Abt Napp in seinem Amt nach, der im Jahr 1867 verstorben war.

1870
Publikation über seine Experimente mit Habichtskraut (Hieracium).

1871
Errichtung des Bienenhauses im Abteigarten.

1872
Mendel wurde das Commadeurkreuz des k. k. österreichischen Franz-Josephs-Ordens verliehen.

1881
Direktor der mährischen Landeshypothekenbank (Brünn).

1884
Mendel starb am 6. 1. 1884. Er wurde drei Tage später auf dem Brünner Zentralfriedhof begraben. In einem Nachruf der Gesellschaft zur Förderung des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde 1884, Nr. 1 stand zu lesen: „Seine Experimente mit Pflanzenhybriden eröffneten eine neue Ära“.

Das Mendel Museum möchte sich bei Elisabeth Haring, Jirina Relichova und Vitezslav Orel für die freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieser kurzen Biographie bedanken